Von Tannheim nach Hinterstein zu wandern wollten wir schon immer mal machen. Also von Hinterstein mit dem Bus nach Hindelang > Oberjoch > Tannheim, das dauert mit umsteigen u. warten ca. knappe Stunde. In Tannheim zur Neunerköpfle Bergbahn und hoch
. Wie man zur Landsberger Hütte kommt hatte ich hier schon beschrieben, aber noch mal kurz im Schnelldurchlauf. Von der Bergstation eröffnet sich ein wunderbarer Bergweg
zur Hütte. Von hier starten auch viele Paragleiter
u. da wir ja Zeit haben schauen einfach dabei zu. Genug gestaunt blicken wir weiter auf den schönen Bergweg
. Es ist ein Traumweg
für jeden Bergwanderer
. Er stößt dann im Verlauf bei Strindenscharte
auf den Saalfelder Höhenweg
. Von hier hat man eine schönen Blick ins Birkental
. Von Zuschauern gesäumt
kommt man dann zum Abzweig Grabenfeldalpe
. Dort steht auch ein Schild
was man beachten sollte. Hier ein Bild von 2014 am Vilsalpsee
. Wir kehren natürlich mal auf der Grabenfeld Alpe ein und trinken dort ein frisches Radler. Viele Wanderer machen auch dort den Abstieg zum Vilsalpsee. Unser Ziel ist aber klar u. machen uns auf den Weg zur Landsberger Hütte, schließlich haben wir ja dort reserviert. Von der Alpe führt dann ein recht steiler Anstieg in Richtung Schochenspitze und erreichen unterhalb davon
einen kleinen Pass. Er ist eigtl. der höchste Punkt in Richtung Landsberger Hütte. In kurzen Serpendienen die gut versichert sind gelangen wir in eine völlig neue Szenerie
. Bis zur Hütte geht es jetzt nur noch bergab. Schöne Blumen säumen den Weg
mit herrlicher Aussicht
. Unterwegs bietet sich die Gelegenheit ein alpines Foto zu schießen
das aus 2 m Entfernung ganz harmlos aussieht
! Von hier können wir auch schon unser Tagesziel entdecken
. Rechts oben im Bild sehen wir schon wo es am nächten Tag weiter geht. Von hier es jetzt nur noch bergab dann noch um die Lache rum und wir sind da. Obwohl das Wetter gut ist, sind nicht so viele Tageswanderer da. Das liegt sicher auch an dem Felssturz. Die Hütte ist aber gut gebucht. Da wir reserviert hatten melden wir uns an u. versuchen noch ein Zimmer zu bekommen. Zimmer sind schon vergeben also bleiben uns nur noch Matrazenlager übrig. Für uns eine neue Erfahrung u. so sieht sie aus
. Klamotten zum Lager bringen, alles erkunden u. dann auf der Terrasse
was essen. Ja was macht man nun bis zur Bettruhe um 22 Uhr
wir erkunden die Umgebung für den nächsten Tag. Stöcke in die Hand u. auf zum Kastenjoch
nach 20 min. sind wir schon oben
. Unten sieht man die Kastenalpe (unbewt.) und unter dem Schild den Kirchdachsattel, da müssen wir morgen hin. Drehen wir uns jetzt wieder rum blickt man auf die Lache mit Hütte
rechts auf die Lachenspitze, weiter hinten den Weg zur Landsberger Hütte u. links die Schochenspitze. Alles gesehen steigen wir wieder ab zur Hütte und was macht man(n) dann
.. die Zeit tot schlagen. Ich nehme meine Kamera u. mache von der Toilette aus dieses Bild
zum Traualpsee. Abends dann sitzen wir dann im Gastraum (draußen geht der Wind so kalt) und vertreiben uns die Zeit. Von Hüttenzauber mit Musi spüren wir nichts, aber interessante Gespräche am Tisch. Ein älteres Paar sitzt uns gegenüber u. erzählen das sie morgen an der Lachenspitze klettern wollen. Dort ist ein Klettergarten angelegt und sie wollen da hoch.... Er war etwas abgehoben und sagte zu ihm: "Schön ist das alle hier hoch laufen müssen, egal welches Auto sie fahren...Dacia oder Oberklasse, hier sind alle gleich !" Sein Blick hat mir dann alles verraten..ohne Worte ! Es ist bald Nachtruhe, nur eine kurze Katzenwäsche mit kaltem Wasser u. dann aufs Lager. Alle halten sich an die Nachtruhe u. sind leise. Geschlafen habe ich gut und um 7 Uhr ist die Nacht rum. Das Frühstück genießen wir auf der Terrasse bei herrlichem Sonnenschein
. Eine Hüttenübernachtung ist recht interessant und kostet pro Nase ca. 35 Euro (mit Frühstück) ,dazu noch Getränke u. Essen, also kann man mit min. 60 Euro rechnen. Wer zum Frühstück frische Brötchen erwartet wird enttäuscht, aber der Teller ist sehr reichlich. Also gut gefrühstückt machen wir uns auf den Weg zum Schrecksee. Von der Hütte führt er zum Kastenjoch
. Es geht munter bergauf
und es können Murmeltiere
beobachtet werden. Unterwegs biegen wir aber links zum Steinkarjoch
ab. Dieser Bergfad ist recht steinig und steil
und eigentlich die falsche Richtung. Wir wollten nur mal einen Blick ins Schwarzwassertal werfen, war aber keine gute Idee denn einen Normalweg zum Schrecksee gibt es hier nicht mehr
. Vom Steinkarjoch werfen wir noch mal einen Blick zur Landsberger Hütte
und überlegen welchen Weg wir nun gehen
. Eine Spur führt über das Steinkar in die richtige Richtung
, ist aber nicht eindeutig. Auf recht abenteuerlicher Weise gelangen wir dann auf einen Grat
u. erkennen von dort den richtigen Weg. Unten sehen wir Wanderer und steigen vom Grat ab. Endlich sind wir wieder auf dem Normalweg und sehen den Bergweg vom Kastenjoch
. Zeit mal ein Pause zu machen um die letzte Aktion zu verdauen. An dieser Stelle
treffen wir auf Wanderer die vom Schrecksee kommen u. berichten ihnen von dem Umweg. Einer sagte:" Da habt ihr wohl die alpine Variante gewählt ". Wir fragen nun ob es auch wirklich der richtige Weg ist zum Schrecksee, bingo es ist der Saalfelder Höhenweg! Sie berichten von Schneefeldern, aber sonst alles prima. Ich werfe einen Blick in die Richtung
wo man auch schön den Kirchdachsattel sieht und die Schneefelder. Genug geplaudert u. machen uns wieder weiter. Jetzt liegt ein herrlicher Weg unter unter unseren Füßen
u. bei strömenden Sonnenschein entdecken wir den Hochvogel
. Der schöne Höhenweg verläuft um einen Berg rum u. im Hintergrund wieder der Kirchdachsattel
. Unterwegs sind immer ein paar Schikanen eingebaut
aber ungefährlich sind. Später gabelt sich der Weg, einmal in Richtung Luitpoldhaus oder zum Schrecksee/Willersalpe/Vilsaplsee
. Die Beschilderungen in Österreich sind für mich gewöhnungsbedürftig
! Also weiter Richtung Hinterstein über Schrecksee, gibt ja nur einen Weg dahin. Ein schöner Bergweg ist es
mit Blick auf Knappenkopf, Kugelhorn u. Rauhorn und auch kleine Schikanen
sind dabei
. Bei dem Wetter macht es Laune hier oben zu sein
das Panorama auf den Älpelsee in Richtung Vilsalpsee zu geniessen
. Unterhalb der Kalbleggspitze wird der Weg etwas wilder
u. auch steiler
auch die ersten Schneefelder kommen ins Sicht
. Ein typischer Bergweg
mit all seinen Schikanen
u. die müssen wir überwinden. So sieht es dann aus der Nähe aus
. Halteseile wären hier von Vorteil, ist aber auch ohne kein Problem. Nach dieser Passage wird man mit einem Blick zum Vilsalpsee
belohnt. Im weiteren Verlauf wird es noch mal interessant
ein letztes Schneefeld muß überquert werden
. Wer der alten Spur nicht traut fängt einfach oben eine neue Spur an. Danach wird es wieder richtig schön, Gelegenheit eine Rast zu machen
. Bis zum Kirchdachsattel ist es nun nicht mehr weit
u. unterwegs huschen auch gern mal Murmeltiere am Weg vorbei. Nach 5 Minuten haben wir es geschafft und sind auf dem Kirchdachsattel (1919 m), dem höchsten Punkt unserer Wanderung über dem Schrecksee (1802 m)
. Wir werfen einen Blick zurück
und lassen dann mit herrlicher Aussicht bei einer Rast die Beine baumeln
. Wer noch Reserven hat kann dann von hier am Kugelhorn vorbei zur Willers Alpe nach Hinterstein wandern
. Für uns geht es jetzt aber nur noch bergab
zum Schrecksee. Ein schöner Weg der sich dann gabelt
u. eine Karte zeigt
. Der Abstieg zum See hat aber seine Tücken denn das Gelände ist sehr steil
. Zum Ufer gehen wie aber nicht
sondern biegen dann rechts ab. Ganz gemühtlich geht es nun durch die Matten
die bei Nässe auch matschig sein können. Ein richtig schöner Bergweg
der im Verlauf ein schönes Panorama bietet
. Der Abstieg geht dann durch die Latschen
u. mündet dann auf einen steinigen steilen ausgebauten Weg
. Der war aber nicht immer so, sondern schroff, nass u. gefährlich. Hier ein Bild von 2005
von unserem ersten Besuch am Schrecksee. Er wurde nicht für die Wanderer, sondern für die Viecher die hier oben weiden verbreitert u. gesichert
. Danach geht es in einem großen Bogen unterhalb einer Felswand
in Richtung Taufersalpe
. Sie ist aber verfallen, schade hab nämlich Hunger. Auch wieder so ein Genussweg
in diesem Hochtal. Er führt zu einem Staubecken
und machen dort eine Rast von 10 Minuten, was später ein Fehler war. Von hier geht es nun recht steil durch den Bergwald
der schön mit großen Steinen gespickt ist
u. den Abstieg erschwert. Von hier kann man auch weiter unten die Giebelstr. erkennen u. den Bus der vor unserer Nase vorbei fährt. Tja die 10 Minuten haben uns gefehlt
! Endlich sind wir am KW Aueles
wo auch der Bus hält, denn bis Hinterstein ist es noch weit
. Es gibt aber einen Trost, die nächste Haltestelle ist nur ca. 10 Minuten entfernt, am Konstanzer Jägerhaus
. Der Giebelbus fährt hier immer xx.15 Uhr Richtung Hinterstein ab. Wir haben also noch eine gute halbe Stunde um hier einzukehren. Man kennt uns hier schon lange u. bestelle gleiche eine Gulaschsuppe u. ein Radler. Wir plaudern mit der Bedienung wo wir jetzt herkommen, die uns auch gleich unsere Bestellung bringt
. Alles klappt auch zeitlich, der Bus ist pünktlich und wir sind wieder nach 30 Stunden in Hinterstein
Punkt ! Dort hängt auch eine Karte als Übersicht
.
Fazit:
Eine interssante Bergwanderung mit Hüttenübernachntung.
Sehr schönes Panorama auf der gesamten Tour.
Höhenunterschied insgasamt 1200 m, Dauer ca. 30 Stunden.
Verlangt trocknes Wetter, festes Schuwerk und Ausdauer !
Hüttenreservierung erfolderlich !
Die Wanderung ist auch mit Kindern ab 12 Jahre möglich.